Von Heil- und Wildkräutern in meinem Alltag

Kurz vor der Tag- und Nachgleiche will ich die Gelegenheit nutzen um meinen Blick auf das derzeitige Jahreskreisthema zu richten, nämlich dem Wiedererwachen und dem Wachstum der Natur. In den bevorstehenden Wochen und Monaten wird die Natur mit ihren prächtigsten Farben und Formen nur so explodieren und uns mit wunderbaren Düften verführen.

Das erste neue Grün des Jahres wie Bärlauch, Brennessel und etwas später der Löwenzahn bieten wunderbare Möglichkeiten zum Entgiften und Regenerieren, also das, was uns  die nötige Kraft gibt um nach dem kalten Winter wieder Energie fürs neue Jahr zu tanken. Da gibt es zum Beispiel das Wildrkäuter Fasten, wie bei Herbalista.eu erklärt, was ich sehr schön finde.

Und spätestens durch Storl habe ich gelernt, dass es sich auch lohnt bei sogenannten Unkräutern etwas genauer hinzuschauen, Jede Pflanze, die uns begegnet hat ihren Zweck - In der Umwelt, aber auch in unserem Leben. Naturfreunde sagen ohnehin, dass Unkraut nur in den Köpfen der Menschen existiert, nämlich dann, wenn wir versuchen Mutter Natur nach unseren Vorstellungen zurechtzubiegen und das eine oder andere Kraut die Vorstellung von Schönheit und Ordnung des Gärtners stört.

Nicht selten treffe ich auf meinen Spaziergängen durch die Natur immer wieder auf dieselben Pflanzen, und mittlerweile weiss ich, dass dies kein Zufall ist. Früher allerdings war ich immer ganz erstaunt über dieses regelrecht Verfolgen, bis ich irgendwann begann mich genauer damit zu befassen und siehe da, die Verfolgerpflanzen waren immer genau dann da, wenn ich sie brauchte. Das konnte die Schafgarbe sein, die das schon länger anhaltende Unwohlsein in der Magengegend heilte. Das konnte aber auch der Holunder sein, der mir nicht nur in Sachen Nahrung überall begegnete, sondern auch auf meinem damaligen Weg zur Arbeit, die mir alles andere als gut tat. Ich beschloss damals einem alten Brauch zu folgen und der Frau Holunder meinen Respekt zu erweisen und siehe da, ein halbes Jahr später hat sich alles zum Guten gewandt. Zufall, könnte man jetzt natürlich sagen, doch solche Begebenheiten hatte ich schon viele, sodass es irgendwann zu ganz schön vielen Zufällen kommt.

Dank solcher Erfahrungen, sind Pflanzen für mich schon lange keine unbeseelten Wesen mehr, obschon ihre Seele nicht mit der unseren verglichen werden kann, sie ist eben ganz einfach anders, was sie als Wesen jedoch nicht weniger interessant und wertvoll macht. Storl beschreibt es in etwa so: Sie seien viel mehr umseeelt als beseelt, aber nur weil sie kein Hirn hätten, hiesse das noch lange nicht, dass sie keine intelligenten wesen sein könnten. Das kann ich bestätigen, denn Pflanzen reagieren auf Gedanken und Gefühle, nicht umsonst reden Natur Liebhaber mit ihren Pflanzen. Ausserdem haben nicht nur ihre Wirkstoffe, auch ihr Symbolgehalt und ihre Energie Einfluss auf die Umwelt und der Frühling ist der perfekte Zeitpunkt um sich auf diese neuen, kraftgebenden Ernergien einzulassen.


Empfehlenswerte Bücher:

Webseiten:
Earthwitch - Wissenswertes zu Kräutern




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