Lughnasadh – Fest des Sommers und Beginn der Erntezeit

Auch Lammas oder Schnitterfest genannt, findet Lughnasadh als Fest des Hochsommers seinen Platz im Kreislauf des Jahres und findet zum 8. Vollmond des Jahres bzw. in der Nacht zum 1. August statt. Die ersten Ernten dessen, was wir im Frühjahr gesäht haben können eingeholt werden, und damit sind nicht nur physische Ernten gemeint, sondern auch Wünsche, Träume, Ziele, die wir bisher gesäht, gehegt und gepflegt haben.

Während der Name Lughnasadh dem keltischen Licht- und Sonnengott Lugh zu ehren steht, stammt der Begriff Lammas vom Irischen Ausdruck Loaf Mass ab, der wiederum auf die Brotleiber zurückzuführen ist, die mit der Ernte des ersten Kornschnitts gebacken wurden. Lughnasadh steht somit für den Beginn der Erntezeit, die mit Mabon (Herbst-Tag und Nachtgleiche) fortgeführt wird und mit Samhain ihr Ende findet. In meiner Heimat, der Schweiz, haben wir das Glück am 1. August den Nationalfeiertag zu feiern, somit habe ich in der Regel zu Lughnasadh genügend Freizeit um gemütlich mit der Familie und Freunden zu feiern.


Bräuche und Traditionen - Zeit um aus den Vollen zu schöpfen

So beziehen sich die Bräuche und Traditionen dieses Fests aufs Thema der Ernte und mit dem Schneiden des Kornes (Schnitterfest) auch mit dem ersten Gedanken ans Thema der Vergänglichkeit, aber eben auch der Fülle, die wir in dieser Zeit, dank der Ernte, erleben. Es ist die Zeit um mit dem frisch geschnittenen Korn und dem daraus resultierenden Mehl frisches Brot zu backen, um die ersten Früche zu sammeln und Heilkräuter. Dieses erste Brot übrigens galt früher als heilig und wurde zeremoniell verzehrt. Zu Lammas findet auch der alljährliche Heilkräutersegen statt, bei dem die über das Jahr gesammelten Heil- und Zauberkräuter für den Winter vorbereitet und gesegnet werden und praktisch alles, womit wir unseren Dak ausdrücken können, für das was uns das Leben schenkt findet in diesem Fest seinen Platz.

Allen, die feiern, wünsch ich ein zauberhaftes Lughnasadh!

 

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