Wie das Schwein seinen Weg in die Krippe fand

Ja, in die Weihnachtskrippe gehört ein Schwein. Das wusstest du nicht? Nun, jetzt weisst du es. Deine nächste Frage wäre vermutlich, weshalb ich auf diesem naturspirituell geprägten Blog über Weihnachten und Krippen schreibe. Nun, in meiner Heimat, der Schweiz, haben sich viele heidnsiche Bräuche mit christlichen vermischt und haben so bis in die heutige Zeit überlebt. In diesem bunten Potpourri alter Bräuche und Glauben schleicht sich von Zeit zu Zeit wieder etwas Neues ein und von dieser Neuigkeit will ich euch in diesem Artikel berichten.

Die Vergangenheit

Als Kind wurde Weihnachten bei uns am 25. Dezember immer bei den Grosseltern gefeiert und dort gab es, wer weiss es? Richtig! – eine Weihnachtskrippe. Falls du jetzt Essen sagen wolltest, ja auch davon gab es immer reichlich. Aber heute will ich über die Krippe spechen und zwar über so eine mit allem drum und dran. Über ihr thronte der imposante Weihnachtsbaum mit seinen bunten Kugeln und den vielen Lichtern.

Eines schönen Jahres, die Krippe stand wieder an ihrem gewohnten Platz, befand sich ein unbekanntes Objekt darin. Ein Fremdling in Form eines kleinen Plastikschweins hatte sich eingeschlichen und stand farblich sehr prominent zwischen Esel und Ochse. Nein, der gehörte da eigentlich nicht hin, doch das Schwein schien sich nicht daran zu stören und stand da völlig selbstbewusst, als wäre es das normalste der Welt. Meine Familie lachte und nach einem kurzen Blickwechsel zwischen meinem Grossvater und mir wurde kurzerhand beschlossen, dass auch das Schwein einen Platz in der Weinachtskrippe verdient hatte. Von da an wurde es zur Tradition und stand jedes Jahr wieder an seinem gewohnten Platz.

Die Gegenwart

Wenn mich heutzutage wieder mal jemand darauf anspricht, wie denn bitteschön heidnische und christliche Bräuche zusammenpassen sollen, muss ich immer an dieses Schwein denken und schmunzeln. Mal abgesehen davon, dass sehr viele unserer Volkschristlichen Bräuche ohnehin stark heidnisch geprägt sind, ist es doch auch sonst nur eine Frage der Sichtweise ob wir etwas harmonisch miteinander verbinden können oder nicht. Für mich ist dieses Schwein bis heute Symbol dafür, dass wir sehr wohl vermeintlich Ungewohntes, wie auch immer sich dieses ausdrücken mag, in unser Leben und unser Herz lassen können. Aus diesem Grund wird dieses kleine Schwein auch immer seinen Platz bekommen, vielleicht nicht mehr immer im physischen Sinne, aber auf jeden fall im Geiste.
 
Ich wünsche dir einen zauberhaften Start in die Adventszeit und viele kleine, rosa Schweine, die dein Leben bereichern!

 

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