The Yoniverse: Let's talk about NFP


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Hallo lieber Leser und herzlich willkommen im neuen Jahr. Ich bin sicher auch dieser Neubeginn birgt einiges an zauberhaften aber bestimmt auch herausfordernden und vor allem lehrreichen Erfahrungen für uns alle.Auf dass 2020 grossartig werde! Bezüglich des Blogs möchte ich das neue Jahr mit ein paar weiteren Erfahrungen aus dem Yoniverse starten.

Das Yoniverse

Die Yoni. Warum es sich lohnt sich mit ihr zu befassen, liegt für uns Wilde Weiber wohl auf der Hand. Unser Zyklus beeinflusst uns über sehr viele Jahre unseres Lebens und unsere Yoni sogar ein ganzes Leben lang. Egal ob wir uns noch in der physisch fruchtbaren Phase unseres Lebens befinden, oder diese schon durchschritten haben und jetzt den Weisen Frauen angehören, unsere Yoni ist da. Sie birgt sowohl physisch wie auch spirituell die Geburtsstätte unserer Kreativität - unserer Fähigkeit zu erschaffen. Sie gilt ein Leben lang als wichtiges Zentrum unserer Kraft und erhält meiner Ansicht nach dafür viel zu wenig Beachtung und Respekt. Viele Frauen behandeln ihre Yoni bis heute oft stiefmütterlich, so als wäre sie rein negativ zu behaften und mit Scham und Ekel zu betrachten, das ist schade!

Deshalb habe ich der Yoni schon vor einer Weile einen eignen Artikel gewidmet, in dem ich nicht nur beschreibe, was es mit diesem Begriff auf sich hat, sondern auch, wie wir lernen können einen besseren Zugang zu ihr zu finden und eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Zu dieser Beziehung gehört unter anderem auch sich über Verhütungsmethoden Gedanken zu machen und da ich nach einem möglichst naturnahen Leben strebe, möchte ich in diesem Artikel über die NFP - die Natürliche Familienplanung sprechen.

NPF - was ist das?

In vollem Respekt meiner Yoni und meinem natürlichen Zyklus gegenüber, habe ich in Betrachtung dieser Beziehung schon vor einiger Zeit beschlossen völlig Hormonfrei verhüten zu wollen. Die Natürliche Familienplanung basiert auf der symptothermalen Methode, bei welcher der aktuelle Zyklusstand anhand der Basaltemparatur und der Veränderung des Zervixschleims gemessen wird.

It's Science, Baby

Wenn wir von Natürlicher Verhütung sprechen wird auch heute fälschlicherweise noch oft behauptet hormonfreie Verhütung käme einem Russisch Roulette gleich. Bei NFP denken viele an die sogenannte Kalender-Methode, die eigentlich gar keine Methode ist, sondern ungefähres Erraten der Zyklusphasen - also definitiv nicht geeignet als Verhütungsmethode. Dieser Festgefahrende Aberglaube zeigt am Ende jedoch auch, dass sehr viele Menschen - selbst Frauen -  erschreckend wenig über ihren Zyklus wissen. Anders, als oftmals angenommen sind wir Frauen keine wandelnden Babymaschinen, denn eine Eizelle ist pro Zyklus nur bis maximal 18 Stunden befruchtbar. Allerdings werden noch 5 Tage hinzugerechnet, da Spermien so lange im weiblichen Körper überleben können. Wir Ladies sind daher an maximal sechs Tagen pro Zyklus fruchtbar und an allen anderen Tagen eben nicht - das ist also kein woo woo sondern sind klare, auf wissenschaftlichen Tatsachen basierende Regeln. Bei der Symptothermalen Methode werden zusätzlich entstprechend der individuellen Zykluslänge noch Sichherheitspuffer draufgerechnet. Bei der symptothermalen Methode wird nicht nur jeden Morgen vor dem Aufstehen die Basaltemparatur gemessen und täglich die Qualität des Zervixschleims bestimmt, die Werte der Messungen werden auch anhand einer sogenannten Temperaturkurve ausgewertet, die uns ziemlich genau aufzeigt, wann wir uns in der Hochphase und wann in der Tiefphase befinden. Nach diesen Regeln gilt die Symptothermale Methode übrigens als ebenso sicher wie die Pille (eine gewissenhafte Durchführung vorausgesetzt - das versteht sich wohl von selbst) ! Also nichts da mit Russisch Roulette - it's science!

Die symptothermale Methode braucht allerdings ein wenig Übung, in der Regel rechnet man mit etwa drei bis vier Monaten, das ist gegenüber anderen Verhütungsmethoden natürlich ziemlich lang. Ausserdem gilt es den eigenen Körper und den eigenen, natürlichen Zyklus verstehen zu lernen, was zugegebenermassen aufwändiger ist, als einfach jeden Tag die Antibabypille zu nehmen, da sind wir uns wohl einig. Wer sich dennoch dafür entscheidet auf natürliche Weise verhüten zu wollen, sollte sich allerdings nicht abschrecken lassen, nur weil es zu Beginn ein wenig Übung erfordert und man eben nicht einfach den Kopf abgschalten kann und gut ist. Bei der Messung der Temperatur helfen uns heute sehr zuverlässige Messmethoden, wie Zykluscomputer, die in ca 60 Sekunden die Basalthemparatur messen und der Auswertung des Zervixschleims, ist mit etwas Übung meiner Meinung nach auch nichts besonders schwierig. Wenn beides erst mal sitzt, ist die symotothermale Methode nicht mehr aufwändig. Belohnt wird man dann mit einer natürlichen, nebenwirkungsfreien Verhütungsmetode und einer, wie ich finde, sehr angenehmen Beziehung zum eigenen Zyklus und zur eigenen Weiblichkeit.

Natürlich kann ich auch auch an dieser Stelle nur meine eigen Erfahrungen und mein Empfinden dazu weitergeben. Ob diese Methode für dich auch etwas sein könnte, das liegt in deinem eignen Ermessen. Wenn du dich allerdings dafür interessierst und dich gerne genauer damit befassen möchtest, dann kann ich dir folgende Seiten ans Herz legen:


Dort erfährst du auf sehr ausführliche Weise was es bei der Anwendung der NFP genau zu beachten gilt und in welchen Fällen sich diese Methode anbietet, in welchen eher nicht, vor allem erfährst du dort aber auch mehr um herauszufinden, ob du dich mit dieser Methode überhaupt wohl fühlst. Mit diesem Artikel möchte ich übrigens auch nicht irgendwie missionarisch rüberkommen, sondern schlichtweg zeigen, dass es nicht unbedingt immer die hoch gepriesene Pille sein muss, sondern dass auch hormofreie Verhütung genauso zuverlässig sein kann. Am Ende ist es nur wichtig, dass du entscheidest, was für dich selbst am besten ist. Höre auf deinen Körper! 

FAQ - Um dir den Entstieg etwas zu erleichtern 



Empfehlenswerte Bücher

Familienplanung - Das Standardwerk zur natürlichen Empfängnisverhütung
Natürlich und Sicher - das Praxisbuch

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