Lughnasadh - Von Fülle und dem richtigen Moment


Deutlich spürbar steht Lughnasadh vor der Tür und mit ihm die Schnitterin, die uns an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert. Lughnasadh ist das Fest des Lugh des keltischen Sonnengottes, wie ich an dieser Stelle schon mal auführlicher berichtet habe. Es steht für Fülle, aber auch für die Bewusstwerdung des ewigen Kreislaufs im Sinne der Vergänglichkeit, die auf die Fülle folgt.

Meine Ernte dieses Jahr ist eine ganz besondere, wie für die meisten von euch wohl auch, denn das vergangene Jahr war für mich nicht nur geprägt vom Beginn meines Studiums, sondern auch von den Auswirkungen einer sogenannten Krise, deren Namen wir schon zur Genüge gehört haben. Was also nehme ich mit aus diesesm Jahr?

Zum einen ist mir bewusst geworden, wie viel ich im ersten Studienjahr schon lernen durfte, aber auch wie viel mich die bevorstehenden zwei Jahre wohl noch lehren werden. Ich bin gespannt und freue mich drauf. Zum anderen wäre da auch noch das vergangene Halbjahr, welches mich reich beschenkt hat mit Erkenntnis. Nämlich der Erkenntnis, dass ich in mir die Balance finden kann, auch mitten in einer weltweiten Krise. Das war eine schöne Erkenntnis für die ich sehr dankbar bin.

Lughnasadh hat für mich aber auch immer ganz viel mit dem Bewusstwerden zu tun, dass einiges losgelassen werden will. Und obwohl da eher Samhain als das Fest des Loslassens und des Neubeginns angesehen wird, entstehen bei mir während Lugnasadh doch schon ganz oft die ersten Eindrücke davon, was verabschiedet werden soll. Die Schnitterin hilft uns hierbei zu lernen, wann der richtige Zeitpunkt für den Schnitt gekommen ist, sodass wir ihn nicht zu früh, aber eben auch nicht zu spät tätigen.


Welche Früchte erntest du dieses Jahr und gibt es etwas, was losgelassen werden möchte?

0 Comentarios