Warum Rückschläge in unserem Leben wertvoll sind


“The past can hurt. But the way I see it, you can either run from it, or learn from it.” - The Lion King

Dieses Zitat aus dem Film "Der König der Löwen" begleitet mich schon seit meiner Kindheit und je älter ich werde, desto stärker erkenne ich die darin enthaltene Wahrheit. Es erinnert ich unter anderem daran, dass es in meiner Eigenverantwortung liegt, wie ich mit Rückschlägen in meinem Leben umgehen will und dass man nicht nur aus Erfolg, sondern eben auch aus unserem Scheitern immer etwas Wetvolles daraus mitnehmen kann.

Ein Leben ohne Scheitern?

In unserer Gesellschaft sind Fehler nach wie vor ein Tabu. Wir tun zwar so und sagen "Fehler macht jeder", aber leben tun wir eigentlich die Einstellung, dass, wer Fehler macht nicht weiter kommen kann. Wer Fehler macht wird bestraft oder ist ganz einfach dumm. Das zeigt sich schon anhand unsere Schulwerte- und Sündenbocksystems.

Aber kann es ein Leben ohne Scheitern überhaupt geben? Ja natürlich und zwar dann dann, wenn wir gar nicht erst damit beginnen unsere Pläne zu verwirklichen. Zumindest glauben wir dann nicht scheitern zu können. In Wahrheit jedoch lassen wir uns von unseren Ängsten beherrschen, sabotieren uns damit selbst und scheitern von vornherein. Mit einem kleinen Unterschied, wir bekommen keine Chance es nach dem Scheitern besser zu machen. 

Der Schmerz des Scheiterns

Wie gesagt, zu scheitern kann schmerzhaft sein. Doch soll ich dir mal was sagen? All die erfolgreichen Menschen, die du bewunderst, die du für so viel besser als dich selbst hälst, sie sind schon tausend Mal gescheitert. Sie sind nicht erfolgreich, weil sie besser, stärker oder intelligenter sind, sondern weil sie nicht aufgeben und sich von ihren Misserfolgen nicht entmutigen lassen. Sie besitzen die Fähigkeit immer wieder neuen Mut zu fassen aus all den gescheiterten Versuchen zu erlenen und dadurch besser zu werden. 

Die Möglichkeit des Wachstums

Zugegeben, wenn wir uns so in der Gesellschaft umschauen, dann hat das anständige Fehlermachen-Prinzip, bei dem wir an jedem unserer Fehler wachsen können, keinen besonders leichten Stand. Du kennst sie bestimmt auch, diese Situationen in denen Menschen lieber einen Sündenbock für alles finden, um gekonnt von ihren eigenen Fehlern ablenken zu können. Vielleicht kennst du das zum Teil sogar von dir selbst. Wie gesagt, scheitern ist nicht einfach, doch wenn wir uns den Möglichkeiten der Rückschläge verschliessen, dann haben wir ihr Potential noch nicht verstanden. Wenn wir nicht scheitern, dann verwehren wir uns die Möglichkeit uns weiterzuentwickeln, weil wir nicht bereit sind unsere Fehler als Lernquelle zu nutzen. Das heisst wiederum wir bleiben immer am selben Punkt im Leben stehen. Ist das wirklich besser? Auf den ersten Blick ist es bequemer, ja, das auf jeden Fall, aber wer will schon zehn Jahre auf der Stelle treten?

So unangenehme es sich anfühlt zu scheitern, so viel können wir aus diesen Situationen lernen. Ja, auch aus besonders schmerzhaften Lektionen des Lebens. Ich will nicht sagen, dass wir diese freudig empfangen und bejahen sollten, das wäre wohl nicht besonders authentisch unseren Gefühlen gegenüber, aber wir können immer etwas daraus lernen und dadurch wachsen. Es gibt daher durchaus einen positiven Aspekt, den wir betrachten können. Vielleicht nicht auf den ersten Moment, wo alles noch frisch ist und sehr emotional. Aber mit ein wenig vergangener Zeit und etwas Abstand, können wir die durchlaufenen Erfahrungen aus einem anderen Blickwinkel betrachten und in eine Zukunft wachsen, in der wir weisere Entscheidungen treffen und klüger handeln können.

In diesem Sinne, viel Spass beim Scheitend und guten Erfolg.



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