Vom Blick nach innen in der Zeit zwischen den Jahren



Ihr Lieben, 

Mit der heutigen Wintersonnenwende, einem ganz besonderen Wendepunkt des Jahres, verabschiede ich mich für eine Weile aus den Weiten des Internets. Für mich heisst es schon eine ganze Weile "Innenschau halten", denn ich befasse mich seit Herbstbeginn intensiv mit meinen inneren Vorgängen. Meditation, schamanisches Reisen, aber auch kreativ sein steht für mich derzeit im Vordergrund, diesem Vorgang versuche ich mich voll und ganz, mit meiner gesamten Aufmerksamkeit zu widmen.

Ich freue mich nach dieser Innenschau auf einen Neuanfang. Ja ich weiss, Rona ist nicht weg, nur weil ein neues Jahr beginnt – das ist mir völlig bewusst und dennoch beginnt jede Veränderung im Geiste. Überhaupt hat dieser Neuanfang, wenn ich es mir recht überlege, für mich zumindest schon zu Beginn dieses Jahres begonnen, denn ich habe so vieles gelernt, durfte weiter wachsen und aufblühen. Tatsächlich darf ich für vieles dankbar sein – gerade auch dank Rona. Wo sonst hätte ich inneren Frieden, Verständnis und Geduld besser lernen können als unter den diesjährigen Umständen?

«Innerer Frieden bedeutet nicht an einem Ort ohne Lärm, ohne Probleme und ohne Anstrengung zu sein. Es bedeutet inmitten von dem all dem im Herz ruhig und gelassen und voller Frieden zu sein.» 

Das Labyrinth ist dafür ein hervorragendes Symbol. Als Irrgarten führt es uns zu unserem Unbewussten, unseren Unsicherheiten und geheimsten Ängsten, wenn wir allerdings mutig sind und beginnen uns mit dem persönlichen inneren Labyrinth zu beschäftigen, es kennenlernen und erfoschen, dann verändert sich etwas. Ganz  allmählich verlieren wir uns nicht mehr sondern finden uns, begegnen uns selbst. Das achtsame Gehen durchs Labyrinth ist deshalb eine Reise zum Selbst, zum inneren Ausgleich und einem tiefen Frieden.

Das schönste an diesem Weg jedoch ist, dass alleine wir entscheiden, ob wir ihn gehen wollen oder nicht. Ob wir uns lieber dem Drama, welches oft im Aussen herrscht, hingeben wollen, oder nicht.Wenn wir uns dafür entscheiden kein Drama in unserem Alltag zu brauchen, dann gilt es besonders achtsam zu sein, genau hinzuschauen, abzuwägen und natürlich dementsprechend zu handeln. Es geht dabei nicht darum die Augen vor Unschönem zu verschliessen, sondern darum unsere Energie auf eine Weise zu nutzen, die Möglichkeiten wachsen lässt. Das ist nicht immer einfach, zugegeben, aber es reich auch schon völlig aus, wenn es von Zeit zu Zeit gelingt und je mehr wir diese Innere Ruhe, diesen Frieden trainieren, desto leichter wird es uns fallen unabhänig vom Aussen in unserer Balance zu bleiben.

Die Rauhnächte, die mit der Wintersonnenwende ihren Anfang nehmen und während zwölf Nächten fortbestehen, sind eine wunderbare Möglichkeit um dieses Nach-innen-schauen zu üben. Schon für unsere Ahnen galten diese Nächte zwischen den Jahren als geweiht, als heilig - eben als geweihte Nächte (Weihnachten). Weissagungen wurden gemacht, es wurden einander Geschichten erzählt und das Heim geräuchert, nicht nur um ungebetene Geister fernzuhalten, sondern vor allem auch um den Geist der geweihten Nächte um Segen zu bitten. Weitere Infos zum Wintersonnwendfest findest du unter anderem auch bei Wolf-Dieter Storl: Wintersonnwende, Alban Arthuan oder in einem meiner letzjährigen Artikel.


Ich wünsche dir eine zauberhafte, magische Zeit zwischen den Jahren.

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